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Stadtplan Plau am See
Landkreis Ludwigslust-Parchim · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 19395
- Telefonvorwahl
- 038735
- Kfz-Kennzeichen
- PCH
- Landkreis
- Ludwigslust-Parchim
- Kreis bis 2011
- Parchim
- Koordinaten
- 53,4639° N · 12,2611° O
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Stadtpläne und Reiseführer
Plau am See ist eine Kleinstadt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Sie liegt am Westufer des Plauer Sees, an der Stelle, an der die Elde den See verlässt. Der Fluss ist hier Teil der Müritz-Elde-Wasserstraße. Im Stadtgebiet liegt eine Schleuse. Luftlinie sind es rund 11 km nach Malchow im Osten, im Westen gut 15 km nach Lübz und knapp 28 km zur Kreisstadt Parchim. Krakow am See liegt rund 21 km nördlich.
Geschichte
Plau entstand in den 1220er Jahren. Die älteste überlieferte Urkunde der Stadt stammt von 1235 und bestätigt das Stadtrecht.
Am 6. Mai 1287 ist in Plau erstmals eine landesherrliche Burg bezeugt. 1448 übertrug Herzog Heinrich sie Lüdeke Hahn, der sie zum Schutz gegen Raubzüge aus der Mark Brandenburg stärker befestigte. Von 1538 bis 1550 baute man die Anlage zur Festung aus. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stadt schwere Verwüstungen. Ab 1660 wurde die Festung geschleift. 1756 gab es einen großen Stadtbrand.
Im 19. Jahrhundert kam die Industrie in die Stadt: Seit 1830 wurde Tuch industriell hergestellt, 1840 gründete Ernst Alban eine Maschinenfabrik. Bis etwa 1961 gab es auf der Elde regen Frachtverkehr. Den Zusatz „am See“ trägt der Stadtname seit 1994. 1998 wurde Plau am See staatlich anerkannter Luftkurort.
Burg, Kirche und Altstadt
Von der Burg sind der Turm, der Wall und Reste der Mauern erhalten. Der Backsteinturm stammt aus der Bauzeit unter Lüdeke Hahn. In den 1920er Jahren wurde der baufällige Zinnenkranz durch ein Kegeldach ersetzt.
Die Marienkirche ist eine Hallenkirche aus Backstein im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik. Sie entstand im 13. Jahrhundert. Der Chor war ursprünglich aus Feldsteinen gebaut. Von 1877 bis 1879 erhielt die Kirche einen neugotischen Chor, das Innere wurde umgestaltet.
In der Altstadt stehen viele Fachwerkhäuser. Über die Elde führt die Hubbrücke von 1916. Sie entstand während des Ausbaus der Müritz-Elde-Wasserstraße und wurde Anfang der 1990er Jahre umfassend instand gesetzt.