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Stadtplan Malchow
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 17213
- Telefonvorwahl
- 039932
- Kfz-Kennzeichen
- MÜR
- Landkreis
- Mecklenburgische Seenplatte
- Kreis bis 2011
- Müritz
- Koordinaten
- 53,4803° N · 12,4233° O
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Stadtpläne und Reiseführer
Malchow ist eine Kleinstadt in der Mecklenburgischen Seenplatte. Ihre Altstadt liegt auf einer Insel im Malchower See. Durch den See führt die Müritz-Elde-Wasserstraße, die den Plauer See im Westen mit dem Fleesensee und der Müritz im Osten verbindet. In der Luftlinie liegt Plau am See rund 11 km westlich, Waren (Müritz) rund 18 km ostnordöstlich. Seit 2011 trägt Malchow den amtlichen Namenszusatz „Inselstadt“.
Insel, Damm und Brücke
Die Insel war der Kern der Stadt. Mittelalterliche Urkunden nennen sie Neu-Malchow, im Unterschied zu Alt-Malchow. Im Südosten verbindet ein Erddamm, der 1846 fertig wurde, die Insel mit Alt-Malchow und dem Kloster. Nach Westen führt eine Drehbrücke zum Festland. Die erste Drehbrücke wurde 1863 aus Holz gebaut, ein Neubau 2013 fertiggestellt.
Geschichte
Am 14. März 1235 verlieh Nikolaus I. von Werle den Bürgern von Malchow das Schweriner Stadtrecht. 1298 zogen die Büßerinnen des Klosters in Röbel nach Alt-Malchow. Das Kloster wurde später ein Zisterzienserinnenkloster, 1572 war seine Umwandlung in ein Stift für unverheiratete adlige Frauen abgeschlossen.
Die Stadt brannte 1697 und 1721 weitgehend ab. Nach dem zweiten Brand durfte sie auch auf dem Festland wachsen, dort entstand die Neustadt.
Über Jahrhunderte war Malchow eine Stadt der Tuchmacher. 1618 sollen es 48 Tuchmacher gewesen sein. Ab dem 19. Jahrhundert kamen eine Maschinen-Lohnanstalt, deren Maschinen die selbständigen Tuchmacher nutzten, eine Spinnerei und Tuchfabriken hinzu. Nach 1945 gingen die Tuchfabriken in Volkseigentum über.
Ab 1938 ließ die Dynamit AG im Wald westlich der Stadt ein Munitions- und Sprengstoffwerk bauen, das 1939 die Produktion aufnahm. Dort mussten ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene arbeiten, später auch Frauen aus den Konzentrationslagern Ravensbrück und Auschwitz. Das Lager der KZ-Häftlinge war ein Außenlager des KZ Ravensbrück. Es wurde am 2. Mai 1945 befreit. Nach dem Krieg wurden die Werksanlagen demontiert und zu großen Teilen gesprengt.
Kirchen
Die Klosterkirche entstand 1844–1849 nach einem Entwurf des Hofbaumeisters Friedrich Wilhelm Buttel an der Stelle der mittelalterlichen Kirche. Nach einem Brand 1888 wurde sie bis 1890 unter der Leitung von Georg Daniel wieder aufgebaut. 1997 wurde in ihr das Mecklenburgische Orgelmuseum eingerichtet.
Westlich der Insel steht die Stadtkirche, eine neugotische Kreuzkirche, die 1870–1873 nach Plänen von Georg Daniel gebaut wurde. Ihren Vorgängern auf der Insel setzten der schlechte Baugrund und die Stadtbrände zu.