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Stadtplan Parchim

Landkreis Ludwigslust-Parchim · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
19370
Telefonvorwahl
03871
Kfz-Kennzeichen
PCH
Landkreis
Ludwigslust-Parchim
Kreis bis 2011
Parchim
Koordinaten
53,4263° N · 11,8469° O
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Parchim ist eine Stadt im Südwesten Mecklenburgs und seit der Kreisgebietsreform von 2011 Sitz des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Sie liegt an der Elde, die hier zur Müritz-Elde-Wasserstraße ausgebaut ist und durch den Stadtkern fließt. Im Stadtgebiet liegt eine Schleuse. Luftlinie sind es knapp 13 km nach Lübz im Ostnordosten, knapp 28 km nach Plau am See im Osten und knapp 18 km nach Neustadt-Glewe im Westsüdwesten. Schwerin liegt rund 37 km nordwestlich.

Geschichte

Zuerst genannt wird die Burg Parchim 1170, in einer Urkunde Kaiser Friedrich Barbarossas über die Grenzen des Bistums Schwerin. Die Urkunde, auf die das Parchimer Stadtrecht zurückgeht, stammt von 1225/26. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurde neben der Altstadt auf dem linken Ufer der Elde eine Neustadt mit der Marienkirche angelegt. 1282 schlossen sich Alt- und Neustadt zusammen.

Die Stadtbrände von 1586 und 1612 zerstörten einen großen Teil der Wohnhäuser. Danach entstand die Fachwerkbebauung, die den Stadtkern bis heute prägt.

Am 26. Oktober 1800 wurde in Parchim Helmuth von Moltke geboren, der spätere preußische Generalfeldmarschall. Sein Geburtshaus steht in der Langen Straße.

Im Ersten Weltkrieg bestand in Parchim ab 1914 eines der großen Kriegsgefangenenlager in Norddeutschland, zeitweise mit bis zu 15.000 Gefangenen. Die Toten wurden auf dem Friedhof am Dammer Weg begraben.

Ab 1936 entstand westlich der Stadt ein Flugplatz, den die Luftwaffe zum Fliegerhorst ausbaute. 1942 wurde in Parchim-Bramfeld ein Durchgangslager für ausländische Zwangsarbeiter eingerichtet, von dem aus sie an Betriebe und Höfe in Mecklenburg verteilt wurden. Am Dammer Weg sind auch 465 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Osteuropa begraben, die während des Zweiten Weltkriegs starben. Nach dem Krieg nutzten sowjetische Streitkräfte den Flugplatz, später auch mit Hubschraubereinheiten.

Kirchen und Rathaus

Die Georgenkirche war die Pfarrkirche der Altstadt. Nach einem Stadtbrand begann 1289 der Neubau als gotische Hallenkirche, in den Teile des Vorgängerbaus einbezogen wurden. Geweiht wurde sie 1307.

Die Marienkirche der Neustadt ist eine dreischiffige Hallenkirche aus Backstein. Sie wurde 1278 geweiht, ihr Turm im 14. Jahrhundert vollendet.

Das Rathaus ist im Kern ein Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Sein heutiges Aussehen erhielt es bei einem Umbau um 1818 unter dem Hofbaumeister Barca.