Die Karte braucht JavaScript. Schwerin bei OpenStreetMap öffnen
Stadtplan Schwerin
Kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 19053
- Telefonvorwahl
- 0385
- Kfz-Kennzeichen
- SN
- Kreisfreie Stadt
- Schwerin
- Koordinaten
- 53,6328° N · 11,4142° O
Schwerin in Google Maps und anderen Karten öffnen
Ausführlicher Stadtplan mit Straßen und Stadtteilen: stadtplan-schwerin.de
Karten für Rad, Wasser, Bus und Bahn
Rund um Schwerin
Rund um den Aufenthalt
Anzeige
Stadtpläne und Reiseführer
Schwerin ist die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns und liegt am Südwestufer des Schweriner Sees. Das Schloss steht auf einer Insel zwischen dem See und dem kleineren Burgsee. Nordwestlich der Altstadt liegt der Pfaffenteich, im Mittelalter für eine Mühle angestaut. Nördlich davon liegt, durch den Spieltordamm getrennt, der Ziegelinnensee. In der Luftlinie sind es knapp 30 Kilometer nach Wismar im Norden und rund 35 Kilometer nach Ludwigslust im Süden. Schwerin gehört keinem Landkreis an. Bei der Kreisgebietsreform 2011 blieben nur Schwerin und Rostock kreisfrei.
Geschichte
Auf der Insel im See lag eine Burg der slawischen Obotriten. 1160 besetzte der Sachsenherzog Heinrich der Löwe die Anlage. Das Jahr gilt als Gründungsjahr der Stadt.
1358 kaufte Herzog Albrecht II. die Grafschaft Schwerin und verlegte kurz darauf seinen Herrschaftssitz auf die Burginsel. Danach war Schwerin lange Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Im 18. Jahrhundert zog der Hof nach Ludwigslust. 1837 kehrte er unter Großherzog Paul Friedrich nach Schwerin zurück. Unter seinem Nachfolger Friedrich Franz II. wurde das Schloss nach Plänen von Georg Adolph Demmler und Friedrich August Stüler umgebaut und 1857 eingeweiht.
Im Zweiten Weltkrieg mussten in Schwerin Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter arbeiten, viele von ihnen aus der Sowjetunion. Sowjetische Gefangene des Kriegsgefangenenlagers Stalag II E wurden zu harter Arbeit herangezogen. Viele starben unter den Haft- und Arbeitsbedingungen an Hunger und Krankheiten. Zahlreiche Tote liegen in Massengräbern im Grünen Tal im Südosten der Stadt, wo eine Gedenkstätte an sie erinnert.
Am 27. Oktober 1990 wählte der neue Landtag Schwerin zur Landeshauptstadt. Er tagt seit 1990 im Schloss.
Stadtbild
Mehrere Stadtbrände im 16. und 17. Jahrhundert zerstörten die mittelalterliche Bebauung der Altstadt fast vollständig. Der Dom ist ein gotischer Backsteinbau, der im späten 13. Jahrhundert begonnen wurde. Sein Turm entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts und ist mit 117,5 Metern der höchste Kirchturm in Mecklenburg-Vorpommern.
Nördlich der Altstadt liegt die Schelfstadt. Herzog Friedrich Wilhelm ließ die Siedlung auf der Schelfe ab 1705 als eigene Neustadt ausbauen. 1832 wurde sie mit der Altstadt vereinigt. Westlich des Pfaffenteichs entstand nach der Rückkehr des Hofes die Paulsstadt, benannt nach Paul Friedrich. Schloss, Dom und zahlreiche Bauten und Gärten der Residenzzeit gehören zum Residenzensemble Schwerin, das die UNESCO 2024 in die Welterbeliste aufnahm.
Ab 1971 entstand im Südosten der Stadt das Plattenbaugebiet Großer Dreesch. Nach 1990 wurde es in die Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz geteilt.