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Stadtplan Neubukow
Landkreis Rostock · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 18233
- Telefonvorwahl
- 038294
- Kfz-Kennzeichen
- DBR
- Landkreis
- Rostock
- Kreis bis 2011
- Bad Doberan
- Koordinaten
- 54,0319° N · 11,6725° O
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Stadtpläne und Reiseführer
Neubukow ist eine kleine Stadt im Nordwesten des Landkreises Rostock, etwas landeinwärts der mecklenburgischen Ostseeküste. Sie liegt zwischen Wismar und Rostock. In Luftlinie sind es nach Wismar im Südwesten rund 21 km, nach Rostock im Ostnordosten rund 30 km. Rerik an der Küste liegt knapp 9 km nordnordwestlich, Kröpelin rund 9 km ostnordöstlich.
Durch die Stadt fließt der Hellbach. Am Mühlenteich nimmt er den Panzower Bach auf und läuft dann durch ein Tal nach Nordwesten zum Salzhaff.
Geschichte
Neubukow entstand im 13. Jahrhundert neben der Burg Bukow. Vorher gab es hier eine slawische Siedlung. Um 1260 wurde der Ort in einer Urkunde als neue Stadt Bukow genannt. Eine Mühle in Neubukow ist 1304 urkundlich belegt: Der Ritter Heino von Stralendorf verkaufte sie damals an den Lübecker Bürger Johann Schwarz.
1883 wurde die Bahnstrecke Wismar–Rostock eröffnet, an der Neubukow einen Bahnhof erhielt. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Im 19. Jahrhundert hatte Neubukow eine jüdische Gemeinde mit eigenem Friedhof an der Wismarschen Straße. Er wurde 1934 geschändet.
Heinrich Schliemann
Heinrich Schliemann wurde am 6. Januar 1822 im Neubukower Pfarrhaus geboren. Sein Vater Ernst Schliemann war hier Pastor. Die Familie zog 1823 fort. Später wurde Schliemann als Ausgräber von Troja bekannt.
Das Geburtshaus wurde 1881 abgerissen. An seiner Stelle steht ein jüngeres Pfarrhaus, eine Gedenktafel erinnert an Schliemann. Außerdem gibt es in Neubukow eine Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte. Seit 2021 führt die Stadt den Namenszusatz „Schliemannstadt“.
Stadtbild
Die Stadtkirche St. Peter und Paul ist eine Hallenkirche aus Backstein. Sie entstand im 13. Jahrhundert und zeigt Formen des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Der 52 m hohe Turm kam im 15. Jahrhundert hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde der Innenraum neugotisch ausgestattet.
Am Markt steht das barocke Rathaus von 1788. Am Mühlenteich liegt die Wassermühle mit ihrem Speicher, im Nordwesten der Stadt steht eine Galerieholländermühle von 1910. Beide Mühlen sind Baudenkmale.