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Stadtplan Rostock
Kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 18055
- Telefonvorwahl
- 0381
- Kfz-Kennzeichen
- HRO
- Kreisfreie Stadt
- Rostock
- Koordinaten
- 54,0837° N · 12,1006° O
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Ausführlicher Stadtplan mit Straßen und Stadtteilen: stadtplan-rostock.com
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Stadtpläne und Reiseführer
Rostock ist eine Hanse- und Universitätsstadt an der Warnow im Norden Mecklenburg-Vorpommerns. Die Altstadt liegt dort, wo sich der Fluss zur Unterwarnow verbreitert. Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten der Warnow und reicht bis zur Ostsee. Der Ortsteil Warnemünde an der Mündung liegt rund 9 km Luftlinie nördlich, Bad Doberan rund 13 km westlich und Güstrow gut 30 km südlich. Rostock gehört keinem Landkreis an. Bei der Kreisgebietsreform 2011 blieben nur Rostock und Schwerin kreisfrei.
Geschichte
1218 bestätigte Fürst Heinrich Borwin I. der Stadt das lübische Recht. Mit Lübeck und Wismar schloss Rostock 1259 ein Bündnis zum Schutz der Kauf- und Seeleute vor See- und Straßenräubern. Die Stadt gehörte zu den wendischen Hansestädten um Lübeck. 1419 wurde die Universität gegründet. Das Gründungsprivileg stellte Papst Martin V. aus.
Seit den 1920er-Jahren wurden in Warnemünde Flugzeuge gebaut. Nach 1933 wuchs die Luftfahrtindustrie im Rostocker Raum mit der Aufrüstung stark. Das Stammwerk der Ernst Heinkel Flugzeugwerke lag in Marienehe, die Arado-Werke hatten ein Werk in Warnemünde. Im Zweiten Weltkrieg mussten bei Heinkel Kriegsgefangene und Zivilisten aus dem Ausland Zwangsarbeit leisten. In Außenlagern des KZ Ravensbrück wie Barth arbeiteten auch KZ-Häftlinge für Heinkel. Auch das Arado-Werk setzte Zwangsarbeiter ein. Ende April 1942 bombardierte die britische Luftwaffe Rostock vier Nächte lang. Große Teile der Innenstadt wurden zerstört. Auf dem Neuen Friedhof liegen in eigenen Grabfeldern Zwangsarbeiter und Häftlinge des KZ-Außenlagers Barth.
Stadtbild und Stadtteile
In der Marienkirche steht eine astronomische Uhr, deren Uhrwerk Hans Düringer 1472 baute. Das Kröpeliner Tor wurde im 13. Jahrhundert begonnen und um 1400 auf seine heutige Höhe aufgestockt. Im schwer zerstörten Kern der Altstadt wurde die Lange Straße von 1953 bis 1958 stark verbreitert und neu bebaut. Ihre Fassaden greifen Formen der norddeutschen Backsteingotik auf. Der Stadthafen am Rand der Altstadt war über Jahrhunderte der Umschlagplatz der Stadt. 1960 ging der Überseehafen in Betrieb.
In der DDR wuchs Rostock mit großen Wohngebieten in Plattenbauweise. Im Nordwesten zogen 1966 die ersten Mieter in Lütten Klein ein. Weitere solche Wohngebiete sind Evershagen, Lichtenhagen, Schmarl und Groß Klein, östlich der Warnow Dierkow-Neu und Toitenwinkel.
Ende August 1992 griffen in Lichtenhagen über mehrere Tage Hunderte rassistische Gewalttäter die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber an. Ihr Ziel war auch ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter im sogenannten Sonnenblumenhaus. Sie warfen Steine und Brandsätze, Tausende sahen zu oder applaudierten. Die Menschen im brennenden Wohnheim mussten sich selbst retten, zum Teil über das Dach. Daran erinnern heute Stelen des Denkmals „Gestern Heute Morgen“ an mehreren Orten der Stadt.