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Stadtplan Ostseebad Rerik

Landkreis Rostock · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
18230
Telefonvorwahl
038294
Kfz-Kennzeichen
DBR
Landkreis
Rostock
Kreis bis 2011
Bad Doberan
Koordinaten
54,1047° N · 11,6138° O
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Karten für Rad, Wasser, Bus und Bahn

Rerik ist eine kleine Stadt an der mecklenburgischen Ostseeküste im Nordwesten des Landkreises Rostock. Der Ort liegt auf einem Landstreifen zwischen der offenen Ostsee und dem Salzhaff. Westlich schließt die Halbinsel Wustrow an. Sie ist nur über eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden und trennt zusammen mit dem Boiensdorfer Werder das Salzhaff fast vollständig von der Ostsee. In Luftlinie sind es knapp 10 km nach Kühlungsborn im Ostnordosten und rund 9 km nach Neubukow im Südsüdosten.

Geschichte

Das Dorf Alt Gaarz ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt. Bei Alt Gaarz lag ein slawischer Burgwall. Um 1900 begann hier der Badebetrieb.

1938 erhielt Alt Gaarz das Stadtrecht und den Namen Rerik. Der neue Name ersetzte den slawischen Ortsnamen und bezog sich auf Reric, einen frühmittelalterlichen Handelsplatz, den fränkische Quellen zum Jahr 808 nennen. Man hielt Alt Gaarz damals für diesen Ort. Diese Zuordnung gilt heute als überholt. Die Forschung verortet Reric bei Groß Strömkendorf an der Wismarbucht, wo großflächig gegraben wurde. Die Landesarchäologie hält diese Gleichsetzung für weitgehend gesichert.

Im Zweiten Weltkrieg bestand auf dem Kuhberg am Salzhaff, am Rand des Ortes, ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene.

Halbinsel Wustrow

Ab 1933 wurde Wustrow militärisch genutzt. Auf der Halbinsel entstanden eine Flak-Artillerieschule, die 1935 den Betrieb aufnahm, Kasernen und die Siedlung Rerik-West.

1945 übernahm die sowjetische Armee die Halbinsel. Später wurde sie Garnison und militärisches Sperrgebiet. Die Truppen zogen 1993 ab. Wegen Munitionsresten im Boden blieb Wustrow auch danach nicht frei zugänglich.

Ortsbild

Die Kirche St. Johannes ist ein frühgotischer Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Zuerst entstand der Chor, danach das Langhaus. Der heutige Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente Seeleuten zur Orientierung. Innen sind Wände und Gewölbe mit Malereien des Wismarer Malers Hinrich Greve von 1668 bedeckt. In den 1970er Jahren wurden sie freigelegt.

Die 1992 eingeweihte Seebrücke wurde wegen Bauschäden gesperrt und später zurückgebaut.

Straßenverzeichnis Ostseebad Rerik