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Stadtplan Güstrow
Landkreis Rostock · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 18273
- Telefonvorwahl
- 03843
- Kfz-Kennzeichen
- GÜ
- Landkreis
- Rostock
- Kreis bis 2011
- Güstrow
- Koordinaten
- 53,8044° N · 12,1867° O
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Stadtpläne und Reiseführer
Güstrow ist eine Stadt an der Nebel im mittleren Mecklenburg und seit der Kreisgebietsreform 2011 Sitz des Landkreises Rostock. Südlich des Stadtzentrums liegt der Inselsee, an seiner Nordseite die Südstadt. In der Luftlinie sind es rund 32 km nach Rostock im Norden, 13 km nach Bützow im Westen, 26 km nach Teterow im Osten und 18 km nach Krakow am See im Südsüdosten.
Geschichte
1226 stiftete Fürst Heinrich Borwin II. den Dom als Kollegiatkirche. 1228 erhielt die Stadt das Schweriner Stadtrecht. Von 1229 bis 1436 war Güstrow Residenz der Herren von Werle. Die Stadtbrände von 1503, 1508 und 1512 zerstörten jeweils große Teile der Stadt. Der Dom und die Gertrudenkapelle blieben stehen.
Ab 1556 residierte Herzog Ulrich in Güstrow. Nach der Landesteilung von 1621 war die Stadt Residenz des Herzogtums Mecklenburg-Güstrow. 1628 und 1629 hielt Albrecht von Wallenstein als Herzog von Mecklenburg hier Hof. Mit dem Tod von Herzog Gustav Adolf erlosch 1695 die Güstrower Linie.
1910 zog der Bildhauer Ernst Barlach nach Güstrow, wo er bis zu seinem Tod 1938 lebte und arbeitete. In der Pogromnacht im November 1938 wurde die Güstrower Synagoge durch Brandstiftung zerstört. Am 2. Mai 1945 besetzte die Rote Armee die Stadt weitgehend ohne Gegenwehr.
Schloss, Dom und Barlach
Nach einem Brand der mittelalterlichen Burg ließ Herzog Ulrich ab 1558 das Schloss neu errichten. West- und Südflügel baute Franz Parr. Nach einem weiteren Brand 1586 entstand nach Plänen von Philipp Brandin der Nordflügel, später kam der Ostflügel hinzu. Ab 1817 diente das Schloss als mecklenburgisches Landarbeitshaus. Im Zweiten Weltkrieg war die Anstalt, nun auch Landesfürsorgehaus genannt, zugleich ein Lager für ausländische Zwangsarbeiter. In Güstrow gab es außerdem eine Entbindungsstation für Zwangsarbeiterinnen. Die Restaurierung des Schlosses begann 1963.
Für den Dom schuf Barlach 1927 die Bronzefigur „Der Schwebende“ als Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Am 23. August 1937 wurde sie als „entartete Kunst“ aus dem Dom entfernt und später eingeschmolzen. Ein Zweitguss überdauerte versteckt in der Lüneburger Heide. Nach dem Krieg entstand davon ein neuer Guss, der am 8. März 1953 in den Dom kam.
In der gotischen Gertrudenkapelle wurde 1953 die erste Barlach-Gedenkstätte eröffnet. Sein Atelierhaus ließ Barlach 1930/31 am Heidberg am Inselsee bauen.