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Stadtplan Warnemünde

Ortsteil von Rostock · kreisfreie Stadt

Postleitzahl
18119
Kfz-Kennzeichen
HRO
Kreisfreie Stadt
Rostock
Koordinaten
54,1678° N · 12,0829° O
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Ausführlicher Stadtplan mit Straßen und Stadtteilen: stadtplan-rostock.com

Karten für Rad, Wasser, Bus und Bahn

Warnemünde ist ein Ortsteil der Hansestadt Rostock und liegt an der Mündung der Warnow in die Ostsee, rund neun Kilometer Luftlinie nordnordwestlich der Rostocker Innenstadt. Der historische Ortskern liegt westlich des Alten Stroms, der Ostseestrand zieht sich an der Nordseite des Ortes entlang nach Westen. Östlich des Alten Stroms folgen der Bahnhof und der Neue Strom, die heutige Hafeneinfahrt. Lütten Klein liegt rund vier Kilometer Luftlinie südsüdwestlich, Elmenhorst in der Gemeinde Elmenhorst/Lichtenhagen knapp fünf Kilometer westsüdwestlich.

Geschichte

Seit 1323 gehört Warnemünde zu Rostock. In diesem Jahr kaufte die Stadt das Dorf samt Gerichtsbarkeit von Fürst Heinrich II. von Mecklenburg. Die obrigkeitlichen Rechte übte über Jahrhunderte das Gewett aus, eine Behörde des Rostocker Rats. Die Bewohner lebten von Fischfang und Seefahrt, Handwerker durften sich lange nicht in Warnemünde niederlassen. Diese Beschränkungen wurden in den 1860er-Jahren schrittweise aufgehoben, die Gewerbeordnung von 1869 beseitigte sie.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Badegäste, im Lauf des Jahrhunderts wurde aus dem Fischerdorf ein Seebad. Seit dem 1. Juli 1886 fuhren Züge zwischen Rostock und Warnemünde, am selben Tag begann der Dampferverkehr nach Gedser in Dänemark. Für eine Eisenbahnfähre auf dieser Linie wurde der Hafen von 1900 bis 1903 umgebaut. Östlich des Alten Stroms wurde dabei der Neue Strom als breitere Hafeneinfahrt ausgehoben, dazu kamen ein neuer Bahnhof und eine Drehbrücke über den Alten Strom. Der Alte Strom, über den bis dahin die Schiffe nach Rostock fuhren, verlor damit seine Rolle als Hafenzufahrt. Bahnhof und Fährverbindung wurden am 30. September 1903 feierlich eröffnet.

In den 1920er-Jahren begann die Firma Arado in Warnemünde mit dem Flugzeugbau, nach 1933 wurde sie zu einem der großen Lieferanten der Luftwaffe. Im Zweiten Weltkrieg setzte das Warnemünder Werk Zwangsarbeiter ein. Ab 1946 baute eine Bootswerft auf Teilen des Arado-Geländes zunächst Fischkutter, aus ihr ging die Warnowwerft hervor.

Ortsbild

Den alten Kern bilden zwei Straßen parallel zum Alten Strom. Am Ufer verläuft die Straße Am Strom, die alte „Vörreeg“, dahinter die Alexandrinenstraße, die „Achterreeg“. Die schmalen, tiefen Grundstücke gehen auf die alte Ortsanlage zurück und wurden bei späteren Neubauten meist beibehalten. Typisch ist das eingeschossige Haus mit dem Giebel zur Straße. In einem Fischerhaus von 1767 in der Alexandrinenstraße hat das Heimatmuseum seinen Sitz. Die Kirche des Ortes entstand 1866–1871.

Am Ende der Strandpromenade, nahe der Westmole, steht der Leuchtturm. Er wurde 1897–1898 nach Plänen des Rostocker Hafenbaudirektors Karl Friedrich Kerner gebaut und ging im Oktober 1898 in Betrieb. Unterhalb der ersten Galerie ist der Ziegelbau mit Streifen aus grün glasierten Ziegeln abgesetzt. Gleich daneben steht der Teepott, ein Rundbau von 1968. Den Bau planten Architekten um Erich Kaufmann, das Dach aus dünnen, doppelt gekrümmten Betonschalen stammt vom Bauingenieur Ulrich Müther. Der Teepott ersetzte einen Teepavillon, der 1945 abgebrannt war.

Am Westufer des Neuen Stroms, östlich des Bahnhofs, liegt der Passagierkai, an dem Kreuzfahrtschiffe festmachen.