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Stadtplan Ribnitz-Damgarten
Landkreis Vorpommern-Rügen · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 18311
- Telefonvorwahl
- 03821
- Kfz-Kennzeichen
- NVP
- Landkreis
- Vorpommern-Rügen
- Kreis bis 2011
- Nordvorpommern
- Koordinaten
- 54,2437° N · 12,4310° O
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Rund um den Aufenthalt
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Stadtpläne und Reiseführer
Ribnitz-Damgarten ist eine Doppelstadt im Landkreis Vorpommern-Rügen zwischen Rostock und Stralsund. Sie liegt an der Mündung der Recknitz in den Ribnitzer See, den südlichen Teil des Saaler Boddens. Westlich des Flusses liegt Ribnitz, östlich davon Damgarten mit der Halbinsel Pütnitz, die den See nach Nordosten begrenzt. Jenseits des Boddens liegt im Norden die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Ahrenshoop ist rund 15 km Luftlinie entfernt, Graal-Müritz im Westen knapp 12 km und Barth im Nordosten gut 23 km.
Zwei Städte am Grenzfluss
Ribnitz wird 1233 erstmals als Stadt genannt, spätestens 1257 galt dort lübisches Recht. Damgarten erhielt 1258 vom rügenschen Fürsten Jaromar II. das Stadtrecht. Über Jahrhunderte war die Recknitz ein Grenzfluss: Ribnitz gehörte zu Mecklenburg, Damgarten zu Pommern. Mit Vorpommern wurde Damgarten im 17. Jahrhundert schwedisch und kam 1815 an Preußen. 1950 wurden die beiden Städte zu Ribnitz-Damgarten zusammengelegt.
Im Zweiten Weltkrieg fertigten die Bachmann-Flugzeugwerke in Ribnitz Teile für Jagdflugzeuge. Weitere Werkstätten hatte die Firma in Damgarten und Barth. Unter den Beschäftigten waren ausländische Zwangsarbeiter, darunter Polen, Franzosen und sogenannte „Ostarbeiter“. Auf dem Fliegerhorst Pütnitz nutzten Heinkel und Bachmann Hallen für die Rüstungsproduktion. Dort wurden ab 1941 zunehmend Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt. Am 1. Mai 1945 kamen Häftlinge des KZ-Außenlagers Barth auf einem Todesmarsch nach Ribnitz. Ein Offizier drohte, eine Gruppe von Frauen unter ihnen erschießen zu lassen. Auf dem Marktplatz verhinderten Einwohner die Erschießung.
Kloster, Kirchen und Tor
In der Altstadt von Ribnitz liegt das ehemalige Klarissenkloster. Heinrich II. von Mecklenburg stiftete es 1323/24 und überließ dem Orden dafür seinen Burghof. Nach der Reformation wurde das Kloster 1599 ein evangelisches Damenstift, das 1920 aufgehoben wurde. Heute ist in den Klostergebäuden das Deutsche Bernsteinmuseum untergebracht.
Der Bau der Stadtkirche St. Marien begann um 1230. Das Rostocker Tor entstand im 15. Jahrhundert, ein Vorgängerbau ist schon 1290 erwähnt. Es ist das letzte erhaltene Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
In Damgarten steht die Kirche St. Bartholomäus. Ihr Chor stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Kirchenschiff aus dem 15. Jahrhundert.