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Stadtplan Röbel / Müritz
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 17207
- Telefonvorwahl
- 039931
- Kfz-Kennzeichen
- MÜR
- Landkreis
- Mecklenburgische Seenplatte
- Kreis bis 2011
- Müritz
- Koordinaten
- 53,3763° N · 12,6022° O
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Stadtpläne und Reiseführer
Röbel/Müritz ist eine Kleinstadt am Westufer der Müritz. In der Luftlinie liegt Waren (Müritz) rund 17 km nordnordöstlich, Malchow rund 17 km nordwestlich.
Lage
Röbel liegt am Ende der Röbeler Bucht, eines schmalen Seitenarms der Müritz. Dort befindet sich auch der Stadthafen. Der historische Stadtkern besteht aus zwei Teilen: der Altstadt um die Marienkirche und der südlich anschließenden Neustadt um Markt und Nikolaikirche. Auf dem Burgberg, heute Mühlenberg genannt, stand eine slawische Burg. Sie ist 1227 erstmals bezeugt.
Geschichte
Die Altstadt ist die ältere Siedlung, die Neustadt wurde später daneben angelegt. 1252 einigten sich die Bischöfe von Schwerin und Havelberg über die Grenze ihrer Bistümer im Land Röbel. Die Nikolaikirche gehörte zum Bistum Havelberg, die Marienkirche zum Bistum Schwerin.
Am 21. Januar 1261 bestätigte Nikolaus I. von Werle den Bürgern der Neustadt das Schweriner Stadtrecht. Nach dem Wortlaut der Urkunde hatte es ihnen schon sein Vater Heinrich Borwin II. verliehen. Die Stadt Röbel datiert diese erste Verleihung auf 1226. Der Historiker Karl Hoffmann hielt das 1930 für zweifelhaft und sah in der Urkunde von 1261 die eigentliche Gründungsurkunde der Neustadt. Die Herren von Werle bauten die Burg zu einem Fürstensitz aus und residierten zeitweise in Röbel. Im späten 15. Jahrhundert wurde die Burg abgetragen.
Alt- und Neustadt blieben über Jahrhunderte getrennt, zwischen ihnen stand das Mitteltor. Das Stadtarchiv vermutet, dass Alt-Röbel 1377 als fünftes Viertel in die Stadt einbezogen wurde, ohne dass seine Bewohner als vollberechtigte Bürger anerkannt waren. Erst im 19. Jahrhundert endete die Trennung.
Stadtbild
Die Marienkirche steht in der Altstadt auf einer Anhöhe über der Müritz. Der Backsteinbau wurde im 13. Jahrhundert begonnen und erhielt bei einem Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen neugotischen Westturm. Die Nikolaikirche steht am Markt. Ihr mittelalterlicher Hochaltar wurde im späten 13. Jahrhundert geweiht, der Westturm im 15. Jahrhundert vollendet. Das Rathaus am Markt entstand Anfang des 19. Jahrhunderts. Auf dem Mühlenberg steht eine Windmühle aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Die jüdische Gemeinde ließ 1831 eine Synagoge in Fachwerkbauweise errichten. In den 1930er Jahren verkaufte die klein gewordene Gemeinde das Gebäude, danach diente es lange als Garage. Beim Novemberpogrom 1938 wurde der jüdische Friedhof der Stadt geschändet. Die letzten jüdischen Einwohner wurden im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Ab 2000 ließ der Verein Land und Leute die ehemalige Synagoge restaurieren. Zusammen mit benachbarten Häusern wurde sie zur Jugendbildungsstätte Engelscher Hof, benannt nach der jüdischen Familie Engel aus Röbel.