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Stadtplan Boizenburg / Elbe

Landkreis Ludwigslust-Parchim · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
19258
Telefonvorwahl
038847
Kfz-Kennzeichen
LWL
Landkreis
Ludwigslust-Parchim
Kreis bis 2011
Ludwigslust
Koordinaten
53,3808° N · 10,7189° O
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Boizenburg/Elbe ist die westlichste Stadt Mecklenburgs und liegt am rechten Ufer der Elbe im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Am Südwestrand der Stadt liegt der Hafen an der Boize. Nahe der Stadt mündet die Boize in die Sude, die kurz darauf in die Elbe fließt. Wenige Kilometer weiter westlich beginnt Schleswig-Holstein, am anderen Elbufer liegt Niedersachsen. Boizenburg liegt in der Region des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe, dessen mecklenburgischer Teil sich elbaufwärts bis Dömitz erstreckt. In der Luftlinie sind es rund 23 km nach Zarrentin am Schaalsee im Nordosten, rund 26 km nach Lübtheen im Ostsüdosten und rund 32 km nach Hagenow im Osten.

Geschichte

1241 werden Ratmänner von Boizenburg genannt. 1267 verliehen die Grafen von Schwerin der Stadt das lübische Recht. 1358 kaufte Herzog Albrecht von Mecklenburg die Grafschaft Schwerin und mit ihr Boizenburg. Der große Stadtbrand von 1709 zerstörte weite Teile der Stadt.

1793 wurde in Boizenburg eine Werft gegründet, die später als Elbewerft bekannt war. Nach der Insolvenz 1997 wurde die Werft 1998 geschlossen. 1903 wurde in der Stadt eine Plattenfabrik gegründet, die Wandfliesen herstellte. Auf die Fliesenherstellung geht der Beiname „Fliesenstadt“ zurück. In der Altstadt gibt es Fliesenbilder an Häusern und das Erste Deutsche Fliesenmuseum in der Reichenstraße.

Im Zweiten Weltkrieg arbeitete die Werft, damals unter dem Namen Thomsen & Co., für die Rüstung. Im August 1944 richtete die SS am Elbberg ein Frauenaußenlager des KZ Neuengamme ein. Rund 400 ungarische Jüdinnen aus Auschwitz-Birkenau mussten auf der Werft in Zwölfstundenschichten Teile für Flugzeuge und Kriegsschiffe herstellen. Ende April 1945 wurde das Lager geräumt. Im ehemaligen Küchenkeller des Lagers wurde später das Elbbergmuseum eingerichtet, das ihr Schicksal dokumentiert.

Zu DDR-Zeiten lag Boizenburg im Fünf-Kilometer-Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze. 1972 wurde die Stadt aus dem Sperrgebiet herausgenommen. Von 1973 bis 1990 kontrollierte die Volkspolizei am Elbberg den Verkehr in Richtung Grenze.

Altstadt

Die Altstadt ist von einem Wall mit Wassergraben umgeben, über den mehr als 40 kleine Brücken führen. Das Stadtbild prägen Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Frei auf dem Markt steht das Rathaus, ein barocker Fachwerkbau, der kurz nach dem Brand von 1709 neu errichtet wurde. Gleich daneben liegt die Stadtkirche St. Marien.

Straßenverzeichnis Boizenburg / Elbe