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Stadtplan Wolgast
Landkreis Vorpommern-Greifswald · Mecklenburg-Vorpommern
- Postleitzahl
- 17438
- Telefonvorwahl
- 03836
- Kfz-Kennzeichen
- OVP
- Landkreis
- Vorpommern-Greifswald
- Kreis bis 2011
- Ostvorpommern
- Koordinaten
- 54,0529° N · 13,7745° O
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Rund um Wolgast
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Stadtpläne und Reiseführer
Wolgast ist eine Stadt am Peenestrom im Nordosten Vorpommerns, gegenüber der Insel Usedom. Die Altstadt liegt auf dem Festland am westlichen Ufer. Ihr vorgelagert ist im Strom die Schlossinsel, von der die Peenebrücke nach Usedom hinüberführt. In Luftlinie sind es rund 9 km nach Zinnowitz im Ostnordosten, knapp 13 km nach Lassan im Südsüdosten und rund 25 km nach Greifswald im Westen.
Geschichte
1282 bestätigte Herzog Bogislaw IV. der Stadt das lübische Stadtrecht. Nach der Teilung des Herzogtums Pommern im Jahr 1295 wurde Wolgast Sitz der Herzöge von Pommern-Wolgast und blieb bis 1625 herzogliche Residenz. Ihr Schloss stand auf der Schlossinsel, die bis heute so heißt.
Im Dreißigjährigen Krieg landete der schwedische König Gustav II. Adolf 1630 mit seinem Heer bei Peenemünde, das damals zu Wolgast gehörte. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam 1633 von Wolgast aus nach Schweden gebracht. Von 1648 bis 1815 gehörte die Stadt zu Schwedisch-Pommern.
Im Großen Nordischen Krieg ließ Zar Peter I. Wolgast 1713 niederbrennen. Dabei wurde auch das Schloss zur Ruine. Ihre Steine dienten als Baumaterial, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Reste abgetragen. 1777 wurde in Wolgast der Maler Philipp Otto Runge geboren. 1815 kam die Stadt an Preußen. Im 19. Jahrhundert war der Hafen ein Umschlagplatz für den Getreidehandel im Ostseeraum.
Im Zweiten Weltkrieg mussten in Wolgast Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten, unter anderem im Gussstahlwerk. 1948 entstand die Peene-Werft, die in der DDR vor allem Schiffe für die Marine baute.
Altstadt und Brücke
Nach dem Brand von 1713 wurde die Altstadt weitgehend auf dem mittelalterlichen Straßengrundriss wieder aufgebaut. Das Rathaus erhielt dabei bis 1724 seine barocke Fassade. Die gotische Backsteinkirche St. Petri war die Grablege der Herzöge von Pommern-Wolgast. Zur Ausstattung gehört ein Totentanz aus Tafelbildern. 1920 brannte die Kirche nach einem Blitzschlag aus, dabei wurde der barocke Turmhelm zerstört. Vor der Altstadt steht die zwölfeckige Gertrudenkapelle aus dem frühen 15. Jahrhundert. Runges Geburtshaus wurde 1997 als Museum eröffnet.
Die heutige Peenebrücke ist eine Klappbrücke für Straße und Bahn. Sie wurde 1996 fertiggestellt. Seit 2000 fahren über sie auch Züge zwischen dem Festland und Usedom.