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Stadtplan Sassnitz

Landkreis Vorpommern-Rügen · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
18546
Telefonvorwahl
038392
Kfz-Kennzeichen
RÜG
Landkreis
Vorpommern-Rügen
Kreis bis 2011
Rügen
Koordinaten
54,5158° N · 13,6301° O
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Karten für Rad, Wasser, Bus und Bahn

Sassnitz ist eine Hafenstadt an der Ostküste der Halbinsel Jasmund im Nordosten Rügens. Nördlich des Ortskerns beginnt die Kreideküste des Nationalparks Jasmund. Im Norden gehört Stubbenkammer zur Stadt, im Süden Mukran. Bei Stubbenkammer steht der Königsstuhl, mit 118 m der höchste Punkt der Kreideküste. In Luftlinie liegt Lohme rund 8 km nördlich und Glowe rund 12 km westnordwestlich. Das Ostseebad Binz liegt rund 13 km südlich, Bergen rund 17 km südwestlich. Prora, rund 9 km südsüdwestlich, gehört zur Gemeinde Binz.

Der Nationalpark wurde 1990 gegründet. Ein Naturschutzgebiet bestand hier schon seit 1929. 2011 nahm die UNESCO ein Kerngebiet der alten Buchenwälder im Nationalpark in das Weltnaturerbe auf.

Geschichte

Die heutige Stadt entstand 1906, als das Fischerdorf Sassnitz und das Bauerndorf Crampas zu einer Gemeinde vereinigt wurden. Beide Orte hatten sich im 19. Jahrhundert zu Badeorten entwickelt. Das Stadtrecht erhielt Sassnitz 1957.

Im April 1917 reiste Lenin mit einer Gruppe russischer Emigranten aus der Schweiz durch Deutschland nach Sassnitz. Von dort setzte die Gruppe mit der Fähre nach Trelleborg über und fuhr über Schweden und Finnland weiter nach Petrograd.

1945 bestand in Sassnitz ein Außenlager des KZ Ravensbrück. Die Häftlinge, unter ihnen Zeugen Jehovas, mussten für ein Institut arbeiten, das sich mit der Verwertung von Meeresalgen befasste. Im März 1945 traf ein schwerer Luftangriff die Stadt und den Hafen. Nach dem Krieg wurde 1949 in Sassnitz ein volkseigener Fischereibetrieb gegründet, das spätere Fischkombinat.

Hafen und Fähren

Ab 1889 wurde der Hafen als Fischerei- und Schutzhafen gebaut. Ab 1897 fuhren von hier Postdampfer nach Trelleborg in Schweden. 1909 wurde auf der Strecke eine Eisenbahnfährverbindung eröffnet, die als Königslinie bekannt wurde. 1948 lief der Fährverkehr wieder an.

Den Fährhafen Mukran baute die DDR in den 1980er Jahren. Auf der Baustelle mussten Bausoldaten arbeiten, Waffendienstverweigerer, die in Prora stationiert waren. Ab 1986 fuhren von Mukran Eisenbahnfähren nach Klaipėda in der damaligen Sowjetunion. So umging die DDR den Transitweg durch Polen. Für die sowjetischen Güterwagen wurden Gleise in russischer Breitspur angelegt. 1998 wurde auch die Linie nach Trelleborg nach Mukran verlegt. Damit endete der internationale Fährverkehr im Stadthafen.