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Stadtplan Neustrelitz

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
17235
Telefonvorwahl
03981
Kfz-Kennzeichen
MST
Landkreis
Mecklenburgische Seenplatte
Kreis bis 2011
Mecklenburg-Strelitz
Koordinaten
53,3608° N · 13,0734° O
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Neustrelitz ist eine Planstadt am Zierker See, angelegt im 18. Jahrhundert als Residenz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. In der Luftlinie sind es rund 26 Kilometer nach Neubrandenburg im Nordnordosten und rund 20 Kilometer nach Mirow im Westsüdwesten. Zur Stadt gehört Strelitz-Alt, das frühere Strelitz. Es wurde 1931 eingemeindet.

Geschichte

Das Residenzschloss der Strelitzer Herzöge stand zunächst in Strelitz. Nachdem es 1712 abgebrannt war, ließ Herzog Adolf Friedrich III. ein Jagdschloss am Zierker See bis 1731 zum neuen Schloss ausbauen. 1733 gründete er daneben die Stadt Neustrelitz. Bis 1918 war das Schloss Hauptresidenz der Herzöge und späteren Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz. Nach dem Ende der Monarchie war Neustrelitz Landeshauptstadt des Freistaats Mecklenburg-Strelitz, bis dieser zum 1. Januar 1934 mit Mecklenburg-Schwerin zum Land Mecklenburg vereinigt wurde.

In Strelitz war 1763 eine Synagoge eingeweiht worden. Am 10. November 1938 wurde sie in Brand gesteckt. Die Ruine wurde danach abgerissen. Im Zweiten Weltkrieg diente das Landesarbeitshaus in Strelitz auch als Haftort für ausländische Zwangsarbeiter.

In der Nacht vom 29. auf den 30. April 1945 brannte das Schloss ab. Wer das Feuer gelegt hat, ist ungeklärt. Im Dezember 1949 wurde die Ruine gesprengt und danach abgetragen.

Von 1994 bis zur Kreisgebietsreform 2011 war Neustrelitz Sitz des Landkreises Mecklenburg-Strelitz.

Stadtbild

Mittelpunkt der Stadt ist der quadratische Markt, von dem acht Straßen sternförmig abgehen. Am Markt steht die Stadtkirche. Sie wurde von 1768 bis 1778 gebaut. Den Turm fügte erst 1828 bis 1831 der Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel hinzu, ein Schüler Karl Friedrich Schinkels. Buttel ließ außerdem den Zierker See durch einen Kanal mit der Havel verbinden.

Das Schloss steht nicht mehr, erhalten ist aber der Schlossgarten. Die Orangerie darin entstand in den 1750er Jahren als Winterquartier für Pflanzen. In den 1840er Jahren baute Buttel sie zu einem klassizistischen Gartensalon um. Ebenfalls nach Buttels Plänen entstand von 1855 bis 1859 die neugotische Schlosskirche. Sie gilt als sein Hauptwerk.