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Stadtplan Heringsdorf

Landkreis Vorpommern-Greifswald · Mecklenburg-Vorpommern

Postleitzahl
17424
Kfz-Kennzeichen
OVP
Landkreis
Vorpommern-Greifswald
Kreis bis 2011
Ostvorpommern
Koordinaten
53,9572° N · 14,1657° O
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Heringsdorf ist ein Seebad an der Ostseeküste Usedoms und Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde. In Luftlinie liegt Bansin rund 2 km nordwestlich, Seebad Ahlbeck rund 2,5 km südöstlich. Bis zur polnischen Grenze an der Strandpromenade sind es in Luftlinie rund 5 km, bis zur Stadtmitte von Świnoujście (Swinemünde) rund 7,5 km. Am 1. Januar 2005 schlossen sich die Gemeinden Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin samt ihren Ortsteilen Gothen, Sellin, Bansin-Dorf sowie Alt- und Neu-Sallenthin zusammen. Seit 2006 heißt die Gemeinde Heringsdorf, heute amtlich Ostseebad Heringsdorf. Die drei Seebäder werden zusammen als Kaiserbäder bezeichnet.

Geschichte

Der Ort entstand aus einer Fischersiedlung auf dem Gutsland des Oberforstmeisters Georg Bernhard von Bülow. Bei einem Besuch der preußischen Königsfamilie erhielt sie 1820 den Namen Heringsdorf. 1825 ließ von Bülow auf dem Kulm das erste Logierhaus bauen, das heutige Weiße Schloss. Im selben Jahr begann der Badebetrieb. 1872 gründeten Hugo Delbrück und sein Bruder die Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf, die den Ausbau des Seebads vorantrieb. An der Delbrückstraße stehen Villen aus dem späten 19. Jahrhundert, darunter die Villa Staudt von 1873. 1894 erhielt Heringsdorf einen Bahnanschluss nach Swinemünde. In der Villa Staudt war Kaiser Wilhelm II. von 1909 bis 1912 mehrmals zu Gast.

Die Kaiser-Wilhelm-Brücke entstand 1891–1893, ihr Seesteg war rund 500 m lang. In den 1950er-Jahren zerstörten Brände die baufällige Anlage, zuletzt 1958 die Ladenstraße am Eingang. Die heutige, 508 m lange Seebrücke wurde im Juni 1995 eingeweiht.

Im Februar 1940 wurden jüdische Einwohner Heringsdorfs über Stettin in den Distrikt Lublin im besetzten Polen deportiert.